Den Immobilienkäufer von der Maklerprovision befreien wollen - und selbst bis zu 6,5% Grunderwerbsteuer kassieren

Münchner Merkur Nr. 60 „Zahlen bald auch Verkäufer den Makler“

Immobilienkäufer von der Maklerprovision befreien

Es ist interessant festzustellen mit welch scheinheiligen Argumenten die SPD, die Grünen und die Linke auf Stimmenfang gehen.

Es ist widersprüchlich, wenn gerade die von der SPD/Grünen/Linke regierten Ländern, eine Entlastung der Immobilienkäufer fordern, gleichzeitig aber von diesen die höchsten Grunderwerbsteuersätze erheben. Zum Beispiel in Nordrhein-Westfahlen 6,5 %. Bayern und Sachsen die CDU/CSU-regierten Länder erheben 3,5 %.

Grunderwerbsteuerbefreiung wäre eine bessere Wohnungspolitik

Wie wäre es wenn die genannten Parteien sich wieder darauf besinnen würden den Käufer einer „selbst genutzten“ Immobilie von der Grunderwerbsteuer zu befreien, wie es bis 1969 der Fall war? Dies wäre eine besser Wohnungspolitik, als leere Versprechungen, die dem Immobilienkäufer letztendlich keinen Vorteil bringen.

  • Es ist steuerlich betrachtet ein Rechenfehler, wenn der Verkäufer die Provision bezahlt

Wenn ausschließlich der Verkäufer die Maklerprovision bezahlen muss, dann kann man praxisbezogen davon ausgehen, dass diese vorher auf den Kaufpreis aufgeschlagen wird. Somit bezahlt der Käufer auf den dadurch entstehenden höheren Kaufpreis zusätzlich Grunderwerbsteuer.

Überzogene Maklerprovision, wenn Käufer bis zu 6,5% bezahlen

Ein anderes Thema ist die teilweise überzogene Maklerprovision von bis zu 6,5% die zum Beispiel in Hamburg verlangt wird. Meiner Meinung nach ist diese Provision überzogen und zumindest moralisch nicht nachvollziehbar. Unsere Provision beträgt insgesamt 3,57%. Grundlage dafür ist seit 1975 eine kaufmännisch geführte Geschäftspolitik und Kontinuität.