Das Geldwäschegesetz: „Was muss der Immobilienmakler beim Verkauf einer Immobilie beachten.“

Besonders Immobilienmakler, Rechtsanwälte und Notare sind bezüglich des Geldwäschegesetztes zur Einhaltung der Vorgaben verpflichtet. Siehe: § 2 GwG - Einzelnorm

Das Geldwäschegesetz: „Was muss  der Immobilienmakler beim Verkauf einer Immobilie beachten.“

Der „Verkauf und Erwerb von Immobilien“ ist eine beliebte Form illegale Finanzmittel in legale umzuwandeln. Durch das Geldwäschegesetz (GwG) müssen deshalb Immobilienmakler eine besondere Sorgfaltspflicht und Verdachtsmeldung übernehmen:

  • Der Immobilienmakler muss den Käufer identifizieren, wenn ernsthaftes Kaufinteresse besteht.
  • Ernsthaftes Kaufinteresse besteht zum Beispiel wenn eine notarielle Verbriefung ansteht.
  • Ein notarieller Vertragsentwurf angefertigt oder ein Reservierungsvertrag bzw. Vorvertrag abgeschlossen wurde.

Änderung des Gesetzes und Erleichterung für den Makler.

Die ursprüngliche Auflage war, dass Makler ihre Kunden bereits bei Begründung einer Geschäftsbeziehung identifizieren müssen, zum Beispiel bereits vor einer Besichtigung. Diese „arbeitsaufwendige Auflage“ wurde auf Initiative des IVD geändert. Eine Identifizierung muss deshalb erst bei ernsthaftem Interesse vorgenommen werden.
Siehe IVD: Änderungen im Geldwäschegesetz 27.6.2017.

Die Identifizierungspflicht nach GwG

Der Makler und bei Abschluss eines Notarvertrages der Notar, muss folgendes festhalten:

  • den Namen, Vorname (aufgrund eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses.
  • das Geburtsdatum, den Geburtsort,
  • die Anschrift, - die Staatsangehörigkeit,
  • das Ende der Gültigkeitsdauer, die Art und Nummer der ausstellenden Behörde.
  • Bei Unternehmen muss Einsicht in das Handelsregister genommen werden. Für die handlungsbevollmächtigte Person ist ebenfalls, wie bei einer natürlichen Person, die Identität festzustellen.

Wann bestehen Verdachtsmomente:

  • Wenn der Kaufinteressent den Kaufpreis oder die Provision bar bezahlen will.
  • Der Kaufpreis und das Einkommen nicht im Einklang stehen.
  • Durch das Anbieten von Extrazahlungen außerhalb des Notarvertrages.
  • Der Kauf einer Immobilie durch Dritte.
  • Wenn z.B. ein Finanzierungsnachweis verweigert wird.

Schutz für Immobilienverkäufer:

Im Rahmen unserer Sorgfaltspflicht bei der Umsetzung des Geldwäschegesetzes schützen wir auch Verkäufer vor Unannehmlichkeiten.